Sanieren, Sparen, Fördern

Klimastark
Immer mehr Hauseigentümer*innen möchten die Kraft der Sonne zur Energiegewinnung nutzen. Wie das am besten geht, erfahren Interessierte bei einer Solarberatung, die ab 15. April 2021 im Landkreis Nienburg/Weser angeboten wird. „Wir haben uns mit der Verbraucherzentrale und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen zusammengetan, um das Thema im Landkreis voranzubringen“, erklärt Franziska Materne, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mittelweser.


„Bei einem Hausbesuch erfahren die Eigentümer*innen, welche Möglichkeiten es in ihrem Gebäude gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung und auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. Im Nachgang erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses und ausführliche Informationsmaterialen,“ beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale das Beratungsangebot.


„Berater und Hauseigentümer müssen sich beim vor-Ort-Termin an die Abstands- und Hygieneregeln halten“, betont Merkel. Formalitäten und die Daten zum Energieverbrauch sollen bereits vorab telefonisch oder per Mail ausgetauscht werden.


„Wir möchten unseren Hauseigentümer*innen diese umfangreiche Beratung nahebringen“, erläutert Franziska Materne. „Sie ist eine gute Grundlage und Entscheidungshilfe bei den Überlegungen rund um den Bau einer Solaranlage.“ 


Die Beratung erfolgt hersteller-, produkt- und gewerkeneutral.


Sie hat einen Wert von 310 Euro, der Eigenanteil für die Hauseigentümer*innen beträgt 30 Euro. Die Beratungen sind Bestandteil der Energieberatung der Verbraucherzentrale und werden gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium.


Interesse an Solarstrom wächst bei Hauseigentümern

Vor allem die Stromerzeugung auf dem eigenen Dach hat es den Hauseigentümer*innen angetan. Den meisten Solarinteressierten geht es nicht nur darum günstig Strom zu erzeugen, weiß Barbara Mussack von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. „Die meisten wollen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und dezentral Energie erzeugen.“ Die sinkenden Preise für Solarmodule ermöglichen die Strom-erzeugung zu einem deutlich geringeren Preis als der Strombezug mit durchschnittlich 30 Cent pro kWh kostet. Es lohnt sich also möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch im eigenen Haushalt zu verbrauchen.


Neue Förderung für Batteriespeicher

Mit einem Speicher kann noch mehr des selbst erzeugten Stroms im Haus verbraucht werden. Das Land Niedersachsen fördert den Kauf eines Batteriespeichers in Verbindung mit dem Bau einer Photovoltaik-Anlage. Bis zu 40 Prozent der Nettokosten für den Speicher werden übernommen. Anträge sind vor dem Bau der Anlage bei der NBank zu stellen.


Anmeldungen für den Eignungs-Check Solar nimmt die Klimaschutzagentur Mittelweser telefonisch von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 09:00 bis 16:00 Uhr und Freitag von 09:00 bis 14:00 Uhr unter der Telefonnummer 05021 903 65 95 oder per Mail an beratung@klimaschutzagentur-mittelweser.de entgegen.


Expertentipps zum cleveren Heizen – Beratungskampagne der Klimaschutzagentur Mittelweser startet wieder am 8. März!



Durchgeführt werden die Beratungen von unabhängigen Energieberater*innen aus der Region, die eigens für die Aktion geschult wurden. Die Berater*innen klären vor Ort mit den Hauseigentümer*innen, wie es um ihre Heizung steht und was sich optimieren lässt.

Anhand eines speziell für die Kampagne entwickelten Beratungsbogens wird die Anlage überprüft und die Berater*in gibt anschließend Empfehlungen für cleveres Heizen.

Insbesondere bei überalterten Heizungen sind der Austausch und die Einbindung von erneuerbaren Energien oftmals sehr sinnvoll, denn das hat gleich einen zweifachen Effekt: So werden der Geldbeutel und Umwelt geschont. Außerdem können bei der Modernisierung der Heizungsanlage Förderprogramme in Anspruch genommen und Förderungen von bis zu 50 Prozent der Investitionssumme genutzt werden. Auch über diese Möglichkeiten wird im Rahmen der „clever heizen“-Beratung informiert.


Die Kampagne „clever heizen!“ startet am 08. März 2021 und endet am 08. Mai 2021. 


Für die Hauseigentümer*innen kosten die Beratungen nur 30 €, der tatsächliche Wert der neutralen Beratung liegt bei rund 250 € Euro. Anmeldungen können direkt bei der Klimaschutzagentur Mittelweser unter der Telefonnummer 05021 903 65 95 oder per Mail an beratung@klimaschutzagentur-mittelweser.de erfolgen.


„clever heizen!“ ist eine Kampagne der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und der Verbraucherzentrale Niedersachsen, die in Kooperation mit regionalen Partnern durchgeführt wird. Die Kampagne bietet Hauseigentümer*innenunabhängige und qualifizierte Informationen und Beratung rund um das Thema Heizung. Ziel ist es, den Energieverbrauch der Heizungsanlagen und damit auch die Heizkosten zu senken.


Erklär-Video zur Wärmewende konkret vor Ort

2021 stehen die Bedingungen für Modernisierungsmaßnahmen für Gebäude so gut wie nie – gerade im Wärmebereich sollen Fortschritte für den Klimaschutz erreicht werden.



Brennstoffzelle, Holzpelletheizung, Wärmepumpe oder Gashybrid: welche Heizungsanlage ist die richtige? Wo und wie finde ich Fördermittel?


Hier finden Sie viele wichtige Tipps zur Wärmewende vor Ort: https://www.youtube.com/watch?v=nvKWkYIRydU&feature=youtu.be 


Viel Spaß beim Zuschauen! 

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) informieren: Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ersetzt die bisherige Förderung

Haben Sie vor, in ein energiesparendes Gebäude zu investieren? Eine gute Idee! Damit können Sie Ihre Energiekosten dauerhaft senken und das Klima schützen.


Wichtig für Ihre Pläne: Im Rahmen des Klima­schutzprogrammes 2030 entwickelt die Bundesregierung die Förderung für energieeffiziente Gebäude weiter. Die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ startet bei der KfW zum 01.07.2021 und beim BAFA zum 02.01.2021. Sie gilt 

  • für alle Wohngebäude, z. B. für Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser oder Wohnheime
  • für alle Nichtwohngebäude, z. B. für Gewerbegebäude, kommunale Gebäude oder Krankenhäuser

Mit der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ als Kernelement des nationalen Klimaschutzprogramms 2030 bündelt die Bundesregierung ab 2021 ihre bisherigen Programme zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich in einem modernisierten, vereinfachten und optimierten Förderangebot. 


Dies umfasst u. a. das CO2-Gebäudesanierungsprogramm (KfW-Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren 151/ 152) und das Marktanreizprogramm zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP). Mit der BEG sollen die Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien spürbar verstärkt, bestehende Hemmnisse beseitigt und die Sanierungsrate im Gebäudebereich weiter gesteigert werden.


Jeder Fördertatbestand wird sowohl als Zuschuss- wie auch als Kreditförderung angeboten. Die Zuschüsse können beim BAFA beantragt werden. Die Kreditvariante wird durch die KFW in Zusammenarbeit mit den Hausbanken umgesetzt.


Die Bundesförderung für effiziente Gebäude besteht aus drei Teilprogrammen, die jeweils in der Zuschuss- und Kreditvariante angeboten werden:

  • Wohngebäude (BEG WG)
  • Nichtwohngebäude (BEG NWG)
  • Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Zum 2. Januar 2021 startet die Zuschussförderung für Einzelmaßnahmen durch das BAFA. Einzelmaßnahmen sind solche, die nicht einen Effizienzhausstandard für ein Gebäude insgesamt erreichen. Bei den Teilprogrammen BEG WG und BEG NWG werden systemische Maßnahmen gefördert, die ein Gebäude insgesamt auf einen Effizienzhausstandard bringen. Diese starten am 01.07.2021 bei der KfW.


Welche Förderung kommt für Sie in Frage? Sie haben die Wahl!


Hier erhalten Sie einen ersten Überblick über die Änderungen und Neuregelungen zum 01.07.2021 sowie zu den Änderungen, die schon ab dem 01.01.2021 gelten. Damit können Sie auch entscheiden, ob Sie noch rechtzeitig eine Förderung nach der bisherigen Regelung beantragen möchten – oder ob Sie warten, bis die neue Reglung gilt.


Details und Förderbestimmungen werden wir aktuell veröffentlichen und auch auf dieser Seite verlinken.


Programmende „Heizungsoptimierung“ am 31.12.2020

Nach Punkt 7 der Richtlinie über die Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich vom 13. Juli 2016 mussten Anträge bis zum 31. Dezember 2020 gestellt werden, hierunter ist die Registrierung zu verstehen. Die geplanten Maßnahmen muss auf eigenes finanzielles Risiko innerhalb von 6 Monaten realisiert werden. Das bedeutet, dass die Registrierung im Jahr 2020 erfolgt sein muss. Die Arbeiten können noch bis zum 30. Juni 2021 ausgeführt werden. Der Verwendungsnachweis muss ebenfalls spätestens bis zum 30. Juni 2021 eingereicht werden. Eine Neuregistrierung ist ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr möglich, Verwendungsnachweise können ab dem 1. Juli 2021 nicht mehr gestellt werden.


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert den hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve, des Austauschs von Heizungspumpen sowie der Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie Maßnahmen zur Absenkung der Rücklauftemperatur bei Gebäudenetzen ab dem 1. Januar 2021 als Einzelmaßnahme im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Weitere Informationen zur BEG… 


Heizen mit erneuerbaren Energien im Trend

Das Förderprogramm "Heizen mit erneuerbaren Energien" verzeichnet Rekordzahlen für 2020. Ab Januar bündelt die neue "Bundesförderung für effiziente Gebäude" die Gebäudeförderung in einem vereinfachten und optimierten Förderangebot.


Mit der Anfang 2021 in Kraft tretenden neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fasst die Bundesregierung ihre bisherigen Programme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich zusammen und bringt den Klimaschutz weiter voran. Förderanträge und Abwicklung werden noch bürgerfreundlicher und weniger bürokratisch. 


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Heizungstausch zum Winter 2020 - Modernisierungsvereinbarung nicht vergessen!

Baubeginn für das 25 km lange Rohrleitungsnetz der BürgerEnergiegenossenschaft Steyerberg Fernwärme eG im Ortsteil Steyerberg: Das größte Fernwärmenetz im norddeutschen Raum mit über 400 Wärmeabnehmern wird realisiert und der Flecken Steyerberg profitiert in Zukunft insgesamt von den Verringerungen des CO2-Ausstosses: mindestens 3.000 t CO2 gelangen weniger in die Atmosphäre. 


Damit sind wir ein gutes Stück weiter gekommen in der Umsetzung des Masterplanziels, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und die THG-Emissionen im Gemeindegebiet um 95 % zu senken. 


Jetzt sollten alle Eigentümer von Gebäuden, die an die Fernwärme angeschlossen werden, daran denken, dass sie Kosten für Baumaßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Fernwärmeanschluss entstehen (können), wie z. B.

  • Malerarbeiten
  • Putzarbeiten
  • neue Türen oder Fenster im Keller
  • usw.,
bis zu 100 % von der Steuer absetzen können.


Weiterlesen zu den Voraussetzungen...

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Wer kann Maßnahmen steuerlich absetzen?

Welche Maßnahmen können durchgeführt werden?

Was muss ich machen, um die steuerlichen Vorteile in Anspruch nehmen zu können?


Zu allen Fragen berät das Klimabüro und betreut alle Leistungen und Vergünstigungen aus einer Hand.

Hier finden Sie alle Informationen und Antworten. Wichtig ist, dass Sie sich in jedem Fall individuell im Klimabüro kostenlos beraten lassen können. Wenn Sie im Sanierungsgebiet im Ortsteil Steyerberg wohnen, können Sie bestimmte Maßnahmen nach Abschluss eines sog. Modernisierungsvertrags mit dem Flecken sogar steuerlich noch höher absetzen, als es schon möglich ist.


Für alle Eigentümer von selbst genutztem Wohneigentum gilt nämlich seit Januar 2020 - auch in den Ortsteilen - ebenfalls eine erhöhte steuerliche Abschreibungsmöglichkeit; darüber informiert Sie das zuständige Finanzamt oder Ihr Steuerberater.


Allgemeines

Durch die Festlegung des Bereichs „Ortsteil Steyerberg“ als Sanierungsgebiet wird die Möglichkeit geschaffen, Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an Gebäuden in diesem Quartier gemäß §7h oder §10f Einkommenssteuergesetz steuerlich erhöht abzusetzen. Die steuerlich begünstigten Herstellungskosten können danach auf bis zu zwölf Jahre verteilt bis zu 100 % abgeschrieben werden (acht Jahre je 9 % und vier Jahre je 7 % nach §7h EStG). Bei selbst genutztem Wohneigentum greift § 10f EStG (10 Jahre je 9 %) .


Die Inanspruchnahme der erhöhten Abschreibungsmöglichkeiten setzt voraus, dass die/der Eigentümer/in des Gebäudes dem Finanzamt eine Bescheinigung nach den Bescheinigungsrichtlinien des Landes Niedersachsen vorlegt. Die Ausstellung der Bescheinigung erfolgt durch den Flecken. Als Grundlage für die Steuerbescheinigung ist gemäß Bescheinigungsrichtlinien zwischen dem Flecken und der/dem Grundstückseigentümer/in eine vertragliche Vereinbarung, die „Modernisierungsvereinbarung“ abzuschließen, bevor die entsprechende Maßnahme beauftragt wurde.


Im Rahmen der Modernisierungsvereinbarung bestätigt die Gemeinde, dass durch die geplanten Modernisierungsmaßnahmen die Sanierungsziele, die in den Vorbereitenden Untersuchungen bzw. im Energetischen Quartierskonzept „Ortsteil Steyerberg“ aufgestellt sind, erreicht werden. Diese beziehen sich in Steyerberg besonders auf den Gebäudebestand und dessen (energetische) Modernisierung bzw. Instandsetzung.


Die untenstehende Maßnahmenliste dient – ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit – als Orientierung, welche Maßnahmen in die Modernisierungsvereinbarung Eingang finden und somit von der o.g. steuerlichen Begünstigung profitieren können.

Wichtig: Für die hier aufgeführten Maßnahmen können aufgrund des ausgewiesenen Sanierungsgebietes „Ortsteil Steyerberg“ steuerliche Vergünstigungen geltend gemacht werden. Viele der aufgeführten Maßnahmen können zusätzlich durch Zuschüsse des Bafa bzw. durch Zuschüsse und Förderkredite der KfW gefördert werden.


Für einen ersten "Check" Ihres Gebäudes und der Maßnahmen, die Sie durchführen können, finden Sie hier unsere EnergieSparchecks.





1. Maßnahmen an der Gebäudehülle

1.1 Fassade

1.1.1 Einbau einer Außendämmung gemäß Standard 

1.1.2 Ertüchtigung einer bestehenden Außendämmung auf Standard

1.1.3 Einbau einer Hohlschichtdämmung gemäß Stand der Technik

1.1.4 Einbau einer Innendämmung gemäß Stand der Technik

1.1.5 Schließung von Heizkörpernischen zur Schaffung einer einheitlichen Außenwandstärke

1.1.6 Ersatz von Glasbausteinflächen durch Mauerwerk oder Fenster gemäß Standard 

1.1.7 Fugensanierung, insbesondere im Zusammenhang mit Hohlschichtdämmung


1.2 Fenster und Außentüren

1.2.1 Ertüchtigung von Bestandsfenstern und Außentüren auf Dämmstandard 

1.2.2 Austausch von Bestandsfenstern und Außentüren gegen solche mit Dämmstandard


1.3 Dach

1.3.1 Einbau einer Dachdämmung gemäß Standard 

1.3.2 Ertüchtigung einer bestehenden Dachdämmung auf Standard 

1.3.3 Dämmung der Geschossdecke zwischen dem obersten Wohngeschoss und dem unbeheizten Dachgeschoss gemäß Standard 

1.3.4 Neueindeckung des Daches im Zusammenhang mit einer der Maßnahmen 1.3.1 bis 1.3.3

1.3.5 Neueindeckung des Daches, wenn bereits Dämmstandards gemäß Standard erfüllt sind

1.3.6 Einbau einer Dachbegrünung


1.4 Keller

1.4.1 Einbau einer Kellerdeckendämmung gemäß Standard

1.4.2 Einbau einer Kelleraußendämmung (Perimeterdämmung) gemäß Stand der Technik


2. Maßnahmen im Gebäudeinneren

2.1 Trennwände zwischen beheizten und unbeheizten Gebäudebereichen

2.1.1 Dämmtechnische Ertüchtigung bestehender Trennwände (s. 2.1) gemäß Standard

2.1.2 Abbruch bestehender Trennwände (s. 2.1) und Neuerrichtung gemäß Standard

2.1.3 Ertüchtigung oder Austausch bestehender Fenster und Türen in Trennwänden gemäß 2.1


3. Technische Gebäudeausstattung

Zur Heizungstechnik gibt es neue Richtlinien, die Sie hier finden.

3.4 Raumlüftung

3.4.1 Umstellung der Raumlüftung auf kontrollierte mechanische Lüftung mit Wärmetauscher

3.4.2 Ertüchtigung der Raumlüftung im Zusammenhang mit einer Modernisierung der Fenster und Außentüren


4. Maßnahmen zum Abbau von Barrieren innerhalb und außerhalb des Gebäudes

4.1 Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen

4.2 Eingangsbereich und Wohnungszugang

4.3 Vertikale Erschließung/Überwindung von Niveauunterschieden

4.4 Anpassung der Raumgeometrie

4.5 Maßnahmen an Sanitärräumen

4.6 Orientierung Kommunikation und Unterstützung im Alltag

4.7 Gemeinschaftsräume, Mehrgenerationenwohnen


Vorgehensweise und Kontakt 

Die Modernisierungsvereinbarung und die Steuerbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt werden formal durch den Flecken Steyerberg ausgestellt, die Kundenberatung und die Begleitung des gesamten Vorgangs von der Erstmeldung bis zur Bescheinigung bietet das Klimabüro Steyerberg an.


Sabine Schröder (Stabsstelle Klimaschutz) betreut das Sanierungsgebiet Ortsteil Steyerberg als Sanierungsmanagerin und beantwortet gerne alle Fragen dazu.


Sanierungswilligen Bauherrinnen und Bauherren wird empfohlen, möglichst frühzeitig, in jedem Fall aber vor Beauftragung der ausführenden Firmen, Kontakt mit dem Klimabüro aufzunehmen. So können Vorhaben individuell geprüft und nach Wunsch mit bestehenden Zuschussmöglichkeiten aus bundesweiten Förderprogrammen kombiniert werden. Außerdem werden die formalen Schritte zur Modernisierungsvereinbarung und damit zu den erheblichen steuerlichen Sonderabschreibungen geklärt und begleitet.


Ziel der Betreuung ist eine zügige, für die Bauherren und Bauherrinnen unkomplizierte und vorteilhafte Abwicklung aller Maßnahmen, die den Gebäudebestand in Steyerberg erhalten, aufwerten und zukunftsfähig machen.

Kontakt Klimabüro:

Sabine Schröder

Tel: 05764 9606-70

E-Mail: schroeder@steyerberg.de oder klimastark@steyerberg.de

Post- und Besuchsadresse:

Kirchstraße 30

31595 Steyerberg



Steuerlicher Anreiz für Eigentümer in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet

Wofür und weswegen?

Nach § 7 h EStG (Erhöhte Absetzungen bei Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen z. B. bei Vermietung)

  • 8 Jahre 9 % und 4 Jahre 7 % jährlich auf die anerkannten Kosten der Modernisierung und Instandsetzung

oder


nach § 10f EStG (Steuerbegünstigung für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen)

  • 10 Jahre 9 % jährlich auf die anerkannten Kosten der Modernisierung und Instandsetzung

Rechtsgrundlagen

  • Einkommenssteuergesetz
  • Bescheinigungsrichtlinien des Landes Niedersachsen

Grundsätzlich gilt:

  •  alle Gebäude in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet
  • förderfähig sind alle energetischen und zur Förderung der Barrierefreiheit/ -armut beitragenden Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen
  • Abschluss von Modernisierungs- und Instandsetzungsverträgen mit Gemeinde ist notwendige Voraussetzung vor Beginn von Maßnahmen

Schritte zur erhöhten Abschreibung nach §§ 7h, 10f EStG

  1.  formloser Antrag mit Kostenschätzungen und Maßnahmenbeschreibung bei der Gemeinde vor Maßnahmenbeginn mit der Bitte um sanierungsrechtliche Genehmigung gem. § 144/ 145 BauGB
  2.  Erteilung der sanierungsrechtlichen Genehmigung durch die Gemeinde und Abschluss eines Modernisierungs- und Instandsetzungsvertrages zwischen der Gemeinde und den Eigentümern vor Maßnahmenbeginn
  3. nach Durchführung der Maßnahme Vorlage der Rechnungsunterlagen bei der Gemeinde
  4. Gemeinde erstellt nach Prüfung der Rechnungen und der ordnungsgemäßen Durchführung der Maßnahmen die Bescheinigung gem. Bescheinigungsrichtlinien des Landes auf Antrag des Eigentümers
  5. Vorlage des Modernisierungs- und Instandsetzungsvertrages, der Originalrechnungen und der Bescheinigung beim zuständigen Finanzamt zur Wahrnehmung der steuerlichen Sonderabschreibung.

Die Bescheinigung enthält keine Abschätzung der Höhe der steuerlichen Sonderabschreibung. Dieses legt das Finanzamt fest. Ihr Steuerberater berät Sie sicherlich auch gern.

Förderkredite und Zuschüsse für eine energieeffiziente Sanierung

Sie möchten eine bestehende Immobilie sanieren? Barrieren abbauen oder den Einbruchschutz erhöhen? 


KfW-Förderprodukte gibt es in 2 Formen – als direkt ausgezahlten Zuschuss oder als Kredit. Eine Sonderform ist der Kredit mit Tilgungszuschuss, bei dem Sie den Kreditbetrag nicht vollständig zurückzahlen müssen. 


Finden Sie hier Informationen (...) zu den KfW-Programmen und informieren Sie sich bei uns auf der Seite unter "Sanieren - Sparen- Fördern". Wenn Sie fragen haben, rufen Sie mich gern an: 05764 9606-70 oder 05764 9606-34, Ihre Klimaschutz- und Sanierungsmanagerin Sabine Schröder.



 Fünf Schritte zur Energetischen Sanierung

Viele Hausbesitzer stehen vor der Entscheidung, ihr Haus energetisch zu sanieren – wissen aber nicht so recht, wo sie anfangen sollen. Die fünf wichtigsten Schritte einer energetischen Sanierung sind hier für den Flecken Steyerberg zusammengestellt.


1. Schritt: Die qualifizierte Energieberatung

Informationen finden Sie auf dieser Website (siehe unter EnergieSparChecks weiter unten) zum Thema Energiesparen.


Eine qualifizierte Energieberatung bei Ihnen zuhause ist eine verlässliche Grundlage für Ihr Sanierungsvorhaben. Der Energieberater erkennt die energetischen Schwachpunkte Ihres Gebäudes und klärt Sie darüber auf, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind.


Eine kostenlose Erstberatung erhalten Sie durch die Klimaschutzagentur Mittelweser e.V.. Ihr Energieberater dort ist Hauke Herdejürgen; Tel. 05021 903 65 95.


Die Verbraucherzentrale Niedersachsen berät zu folgenden Bereichen:

• Haustechnik (z. B. Heizungsanlagen)

• Baulicher Wärmeschutz (z. B. Wärmedämmung)

• Stromverbrauch (z. B. Haushaltsgeräte)

• Regenerative Energien (z. B. Photovoltaik)


Sie zahlen einen geringen Eigenanteil. Terminanfragen an Ihre Verbraucherzentrale vor Ort unter: 0800 8 09 80 24 00 (kostenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).


2. Schritt: Der Finanzierungsplan

Überprüfen Sie Ihre finanziellen Spielräume und die voraussichtlichen Kosten Ihrer Sanierungspläne. Ihr Energieberater kann Sie dabei unterstützen.

Zur Finanzierung hochwertiger energetischer Sanierungsmaßnahmen stehen Ihnen auf dieser Website Informationen zur Verfügung. Sie finden Informationen über Fördergelder für Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Fördermittelcheck.


3. Schritt: Sanierungsplanung und professionelle Baubegleitung

Bei größeren Sanierungsvorhaben ist es sinnvoll, die Planung und Baubegleitung einem Experten zu überlassen. Das kann ein Architekt, Bauingenieur oder auch der Energieberater sein.


Der Planer nimmt Ihre Wünsche auf und legt die Sanierungsmaßnahmen gemeinsam mit Ihnen fest. Er bestätigt die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Anforderungen und kümmert sich um die Umsetzung der Details. Als Baubegleiter hat er die Aufgabe, die Sanierungsmaßnahmen in der Umsetzung zu überwachen. So können Baumängel schon im Vorhinein vermieden werden. Wer eine Förderung über die KfW in Anspruch nimmt, kann auch einen Zuschuss zur Baubegleitung bekommen.


4. Schritt: Die Wahl der geeigneten Handwerksbetriebe

Holen Sie zur Auswahl eines geeigneten Handwerksbetriebs immer mehrere Angebote ein.


Achten Sie darauf, dass die Angebote genaue Produktangaben, Materialstärken und-qualitäten beinhalten. Je detaillierter die Angebote sind, desto besser kann die Qualität beurteilt und verglichen werden. Ihr Fachplaner oder Energieberater unterstützt Sie bei der Auswahl des richtigen Angebots. Solide Betriebe belegen Ihr Know-how mit Referenzen. Lassen Sie sich diese zeigen!


5. Schritt: Die korrekte Abnahme und Übergabe

Zum Abschluss der Sanierung bestätigen Sie dem ausführenden Handwerker die auftragsgemäße Umsetzung, beschreiben eventuelle Mängel und vereinbaren Fristen für eine Nachbesserung in einem Abnahmeprotokoll. Holen Sie sich dabei Unterstützung von Ihrem Fachplaner oder Energieberater.

(Quelle: Energieagentur NRW http://www.energieagentur.nrw/gebaeude/energetisch_sanieren_in_5_schritten)


Detaillierte  Informationen zur Wirkung von Maßnahmen nach Durchführung einer Sanierung finden Sie hier.

Hier können Sie Ihr eigenes Energiesparkonto anlegen! 

Das Energiesparkonto – ein Online-Haushaltsbuch für Energieverbräuche – macht den persönlichen Energieverbrauch in den fünf Haushaltsbereichen Strom, Heizen, Wasser, Mobilität und Photovoltaik sichtbar und hilft auf diese Weise Hausbesitzern wie Mietern beim Energiesparen. Dank App wird das Eintragen von Zählerständen noch einfacher!



Prüfen Sie jetzt, ob Ihre Heizkosten zu hoch sind: https://www.heizspiegel.de/