Regiotwin

Am 15.06.2016 fand in Saerbeck das 6. Arbeitsgespräch statt und offiziell endete das Projekt zum 30.06.2016. Alle Beteiligten sind sich aber einig, dass die Zusammen-arbeit weiter fortgeführt und aus dem Tandem ein Trio werden soll. Bereits zu mehreren Arbeitsgesprächen nahm der Allgemeine Vertreter der Samtgemeinde Liebenau, Dieter Korte, teil. 

Auch diesmal war er mit von der Partie. Vom Flecken Steyerberg nahmen Mitarbeiterinnen aller drei Kindertagesstätten, ein Vertreter der Freien Schule sowie der Bürgermeister teil. Leider konnte die Waldschule keinen Vertreter entsenden, ist aber für die Zukunft geplant. 

In Saerbeck angekommen stellte Guido Wallraven den Tagesablauf vor. Einziges Thema ist das Handlungsfeld Bildungstransfer – Bürgerbeteiligung der Klimakommune Saerbeck. 

Herr Dieker, Leiter CAJ Bildungswerkstatt, stellte die Konzeption und die bisherigen Erfahrungen vor. Frau Ortmeier, stellvertretende Schulleiterin der Grundschule St. Georg, stellte das Konzept „Bildung für den Klimaschutz“ vor, ebenso Frau Born, stellvertretende Kindergartenleiterin der DRK-KITA Burg Funkelstein. 

Danach fand ein Rundgang durch den außerschulischen Lernstandort am Bioenergie-park statt. Die verantwortliche Lehrerin, Frau Werning, zeigt die Räumlichkeiten und die leichtverständlichen Experimente. Hier können Jung und Alt eigene Erfahrungen sammeln. So konnte Bürgermeister Weber und Kerstin Kaiser gegeneinander Rennen auf der Carrera-Bahn fahren, mussten ihren Strom aber selber produzieren durch Fahrradfahren. Lernen soll hier einfach Spaß machen. 

Nach der Mittagspause trug der Schulleiter der Maximillian-Kolbe-Gesamtschule, Herr Watermann, seine Konzeption „Bildung für den Klimaschutz“ vor. Anschließend kam es zum regen Ideen- und Informationsaustausch aus. Zum Abschluss konnte die Windenergieanlage der Gemeinde Saerbeck besichtigt werden, deren Daten und Fakten Dieter Ruhe vorstellte sowie das Gelände des Bioenergieparks besichtigt werden. 

Am Ende des Tages wird vereinbart, dass man das nächste Arbeitsgespräch im September in Steyerberg vorsieht. Hier soll die neue zeitlich unbefristete Kooperationsvereinbarung zwischen der Gemeinde Saerbeck, der Samtgemeinde Liebenau und dem Flecken Steyerberg durch die Bürgermeister unterzeichnet werden. Erste gemeinsame Zusammenarbeit ist durch die gemeinsame Antragsstellung beim Projektträger Jülich (PtJ) in Sachen Elektromobilität und Mobilitätskonzeption erfolgt. Alle hoffen auf einen positiven Bescheid durch das PtJ. 

Mit dem Elektroauto und einem gasbetriebenen Pkw ging es wieder Richtung Steyerberg.

Auszeichnung auf der Woche der Umwelt

Der Flecken Steyerberg ist eine von 20 Kommunen, Städten und Landkreisen, die über ein Jahr lang intensiv mit einem Partner im Klimaschutz zusammengearbeitet haben. Die Partner haben sich ausgetauscht, voneinander gelernt und gemeinsam Projekte umgesetzt. Heute wurden sie dafür auf der Woche der Umwelt, im Park von Schloss Bellevue, mit einer Urkunde prämiert. Die Urkunden sind von Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und Dr. Peter Moser, dem RegioTwin-Projektleiter, unterzeichnet. 

Der Flecken Steyerberg hat mit der Gemeinde Saerbeck kooperiert. Ausfluss der gemeinsamen Arbeit ist ein interkommunaler Antrag (Aufruf des BMVI) zur Beschaffung von Elektrofahrzeugen sowie zur Erstellung eines Mobilitätskonzeptes. Hierbei ist sogar noch eine dritte Kommune beteiligt, nämlich die Samtgemeinde Liebenau. Des Weiteren wurden Study-Tours und Workshops zum Wissensaustausch in den Bereichen Bildung, Bioenergiepark und E-Mobilität organisiert. „RegioTwin hat uns im kommunalen Klimaschutz wirklich voran gebracht. Wir haben sehr von den Erfahrungen unseres Twinning-Partners profitiert und für uns beide festgestellt, dass wir an einem Strang ziehen und das Richtige tun.“ freut sich Bürgermeister Jürgen Weber 

Das Projekt „RegioTwin – Partnerschaften für den Klimaschutz“ führt das Prinzip des Twinnings erstmals in den kommunalen Klimaschutz in Deutschland ein. Es wird erprobt und evaluiert, inwiefern eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Kommunen die Umsetzungsquote von Klimaschutzmaßnahmen erhöht. Das Projekt wird über drei Jahre vom Bundesumweltministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und von der Abteilung Dezentrale Energiewirtschaft der Universität Kassel durchgeführt. Förderkennzeichen: 03KF0003 

Im Juni 2016 geht es in die zweite Runde des Regionen Twinnings. Erneut wurden bundesweit 20 Kommunen ausgewählt. Welche Regionen das sind und weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webseite www.regiotwin.de .

RegioTwin Deutschland/Österreich

Vom 12.-14-April 2016 fand in Sankt Gerold im Großen Walsertal, das erste Vernetzungstreffen von österreichischen und deutschen Klimaschutz-Modellregionen statt. 

Ziel des Workshops ist es eine Vernetzung der besten deutschen und österreichischen Klimaschutzregionen zu initiieren, auf deren Basis gegenseitiges Lernen und Klimaschutzpartnerschaften entstehen können. Der Austausch richtet sich an ländlich geprägte Landkreise, Verbünde und kleinere Städte bzw. Kommunen in Deutschland um eine strukturelle Ähnlichkeit mit den österreichischen Modellregionen zu gewährleisten.

Bei diesem ersten gemeinsamen Treffen, waren auch 15 deutsche Gäste, die Bürgermeister und KlimaschutzmanagerInnen der 100% erneuerbare Energieregionen mit an Bord, um sich auch länderübergreifend zu vernetzen – diese Übung ist – wie man dem Feedback entnehmen konnte – gelungen. Unter anderem gelang dies bei einer Wanderung in Zweier- oder Dreiergruppen und an den Thementischen, bei denen zu den Inhalten - Erneuerbare Energie, grüne Verwaltung, Markenbildung, Klimaschutzkampagnen, Emobilität und Wärmeenergie – intensiv Erfahrungen ausgetauscht wurden. Zum Schwerpunktthema Klimaschutztourismus mit Hauptaugenmerk auf Entwicklung regionaler Marken und Mobilität gab es eine Talkrunde. Einheitliches Fazit war hier, dass regionale Marken von Touristen sehr positiv aufgenommen werden und die Identität der lokalen Bevölkerung stärken können. Wie der „Tourismus der Zukunft“ aussehen wird – darüber wurde man sich nicht einig. Die Meinungen reichten von „zurück zur Einfachheit“ bis zum „unbedingten Ausbau der Wellness-Oasen“. 

Warum klimafreundliche Mobilität in Tourismusgebieten oft scheitert ist einer unzureichenden Gepäcklogistik, umständlichem Umsteigen und fehlende Mobilität vor Ort zuzuschreiben. 

Beim Thema Bürgerbeteiligung wurden neben Methodiken und Tools, die bei der Moderation von Beteiligungsprojekten hilfreich sein können, auch vorgestellt, welche Dynamiken bei solchen Prozessen zumeist zu erwarten sind und wie damit umgegangen werden kann. 

Alles in allem war es eine gelungene und informative Veranstaltung, die im nächsten Jahr in Deutschland stattfinden wird.

Einladung ins Schloss Bellevue

Am 07. und 08. Juni 2016 findet im Schloss Bellevue die Woche der Umwelt statt. Eingeladen wurden Aussteller, um ihre Ideen und Projekte zur Nachhaltigkeit vorzustellen.  Auch dieses Jahr ist der Jury die Auswahl aus den über 600 Bewerbungen nicht leicht gefallen. Besonders die hohe Qualität der Bewerbungen überzeugte die Jurymitglieder. Die Jury achtete bei ihrer Wahl besonders auf Qualität, Innovation und Modellhaftigkeit der eingereichten Projekte und darauf, ob das Vorhaben ein hohes gesellschaftliches, technisches und wirtschaftliches Umsetzungspotenzial hat.

Für zwei Tage steht nun das Thema Umweltschutz und die damit verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Chancen im Fokus der Öffentlichkeit. Auch die teilnehmenden RegioTwinpartner und somit auch der Flecken Steyerberg wurden als teilnehmende Gemeinden eingeladen, wo ihnen durch den Bundespräsidenten oder seinem Vertreter die Urkunden überreicht werden sollen.

Näheres zu dieser Veranstaltung findet man auch auf der Seite "Woche der Umwelt 2016".

2. Status Workshop in Frankfurt/Main

Angereist waren Vertreter/-innen der 10 RegioTwin-Partner, um sich über ihre Projekte auszutauschen. Weitere Informationen hierzu findet man auf der Seite "Partnerschaft für Klimaschutz". 

Im Rahmen der "Green City Tour" machten sich die Teilnehmer am zweiten Tag ein Bild, wie und was im Stadtzentrum von Frankfurt im Rahmen der Stadtsanierung unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutz möglich ist. Die historische Altstadt soll durch Nachbauten der ehemaligen Häuserzeilen wieder hergestellt werden. Dafür muss auch mal ein Verwaltungsgebäude dem Projekt weichen. Hierbei wurden nicht im dunklen Kämmerlein Entscheidungen getroffen, sondern die Frankfurter selbst waren vom Anfang des Projekts dabei und nun werden ihre Wünsche realisiert. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2018 anvisiert. Einen besonderen Eindruck konnten die Teilnehmer aus der Vogelperspektive erlangen, wie man auf dem Foto sehen kann.

Startschuss für Partnerschaft im Kommunalen Klimaschutz: Flecken Steyerberg als Twinning-Region ausgewählt

Der Flecken Steyerberg ist eine von wenigen Kommunen, die sehr fortschrittlich im kommunalen Klimaschutz unterwegs ist. Der Großteil begibt sich gerade erst auf den Weg. Beim Schneller-Vorankommen unterstützt das Projekt Regio Twin, in dem über das Twinning-Prinzip der Wissenstransfer zwischen Kommunen und Regionen gefördert wird. Es arbeiten jeweils zwei Kommunen über ein Jahr eng zusammen und werden durch einen Regio Twin-Berater unterstützt. Der Flecken Steyerberg wurde gemeinsam mit der Gemeinde Saerbeck als Paar ausgewählt und kann ab jetzt vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch profitieren.

„Natürlich fängt Klimaschutz vor der eigenen Haustür an und die Kommunen sollten auch als Vorbild für die Bevölkerung vorangehen. Aber wir möchten über Regio Twin auch anderen zeigen, wie sie weiterkommen und welchen Tücken sie beachten sollten. Es geht aber auch darum von der Gemeinde Saerbeck zu lernen und neue Ideen für unseren Flecken Steyerberg zu gewinnen. Insbesondere die Bildungsarbeit in Sachen Klimaschutz in den Kindergärten und Schulen in Saerbeck, sowie der Bioenergiepark sind vorbildlich. Im Gegenzug möchten wir Saerbeck über unsere Erfahrungen in Sachen E-Mobilität informieren.

Klimaschutz geht uns alle an, packen wir es an!


Die Twinning-Regionen, die aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt wurden, sind in fast allen Teilen Deutschlands vertreten. Dem Projektteam in ist es gelungen, trotz zum Teil sehr unterschiedlicher Strukturmerkmale zueinander passende Partner zu finden. Die Bewerbungen reichten von Großstädten über Landkreise bis hin zu Kleinstädten und Gemeinden. Neben strukturellen Merkmalen, wie Größe oder Struktur wurden auch inhaltliche Wünsche der Umsetzungskommunen berücksichtigt.
Welche neun weiteren Twinning-Paare es ebenfalls geschafft haben, bei Regio Twin teilzunehmen sowie aktuelle Prozesse und Fortschritte in den Twinning-Regionen sind auf der Projekt-Webseite regiotwin zu finden.
Das Projekt wird über drei Jahre vom Bundesumweltministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und vom Institut für dezentrale Energietechnologien (IDE) aus Kassel durchgeführt. Förderkennzeichen: 03KF0003