Der erste Strom war erneuerbar

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Die Meyersiek`sche Mühle steht in Steyerberg auf der Jacobiinsel, umrahmt von den Flussarmen der Aue, an der Niedersächsischen Mühlenstraße.

Die zweitälteste Wassermühle Niedersachsens wurde 1245 als "Voigteimühle" erstmals erwähnt. So unterlag die herrschaftliche Mühlenanlage, an der Großen Aue, bis 1853 dem Mühlenzwang, danach wurde sie privates Eigentum. 1679 wurde das Gebäude zum ersten Mal umfassend renoviert. Um 1900 bekam die Mühle ihre heutige Gestalt.

Bis 1897 waren zwei unterschlächtige Wasserräder in Betrieb, danach erfolgte der Betrieb mittels zweier Turbinen. Der Großvater des Besitzers und sieben weitere Bürger Steyerbergs schlossen schlossen einen Vertrag, indem an sich verpflichtete, Strom zu liefern. Im selben Jahr (1897) gingen in Steyerberg die Straßenlaternen an. 1905 wurde der erste Gleichstrom mit Hilfe der Mühle in Steyerberg erzeugt.

Bis heute liefern zwei Turbinen Elektrizität, deren Strom in das öffentliche Stromnetz fließt.

Der eigentliche Mahlbetrieb wurde Anfang der 70er Jahrenaufgrund der modernen Landwirtschaft eingestellt. Jedoch wird noch heute das angrenzende Sägewerk mit Wasserkraft betrieben.

Produktivität in Zahlen:

Die jetzigen Turbinen haben eine installierte Leistung von 40 beziehungsweise 60 Kilowatt und erzeugen im Jahr rund 500 000 Kilowattstunden Strom – die Energiemenge genügt, um 125 vierköpfige Haushalte jedes Jahr mit elektrischer Energie zu versorgen. 
Außerdem vermeidet diese umweltfreundliche Art der Stromgewinnung jährlich den Ausstoß von rund 260 Tonnen des klimaschädlichen CO2.

Wassermühle

Wassermühle Steyerberg Klimastark.de
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